Chronik des CSU-Ortsverbandes Tegernheim

Gemeinderäte der CSU

I. Gemeinderäte der CSU vor Gründung des Ortsverbandes

Wahlperiode 1949 – 1952
Max Wolf (2. Bürgermeister)
Alois Federl
Franz Xaver Federl
Alfons Hofer

Wahlperiode 1952 – 1956
Franz Xaver Federl
Max Wolf

Wahlperiode 1956 – 1960
Franz Xaver Federl (2. Bürgermeister)
Georg Beutl
Georg Brunner

Wahlperiode 1960 – 1966
Franz Xaver Federl; bzw. Georg Datzer
Max Mätz
Andreas Steger

 

II. Gemeinderäte der CSU seit Gründung des Ortsverbandes

Wahlperiode 1966 – 1972
Andreas Steger (2. Bürgermeister)
Karl Beutl
Josef Gantner
Josef Gold
Michael Penzkofer
Alfred Datzer; nach Übertritt von der SPD

Wahlperiode 1972 – 1978
Karl Beutl (2. Bürgermeister)
Josef Gold
Hans- Georg Drummer
Karl Hofer
Manfred Käufel
Gerhard Haberkorn
Alfred Schnaitter
Herbert Wittl
Max Wolf
Alfons Zahnweh

Wahlperiode 1978 – 1984
Karl Hofer (2. Bürgermeister)
Hans-Georg Drummer
Josef Gold
Gerhard Haberkorn
Manfred Käufel
Josef Schober jun.
Alfred Schnaitter
Herbert Wittl
Max Wolf
Alfons Zahnweh

Wahlperiode 1984 – 1990
Karl Hofer (2. Bürgermeister); Austritt CSU April 1989
Hans-Georg Drummer
Ursula Engl
Gerhard Haberkorn
Manfred Käufel
Marianne Rieger
Alfred Schnaitter
Herbert Wittl; bis März 1987, dafür Rupert Kollmannsberger
Max Wolf
Alfons Zahnweh; verst. 1988, dafür Hanna Sobolewski

Wahlperiode 1990 – 1996
Christa Anderl; bis März 1991, dafür Gerhard Haberkorn
Peter Bauer; bis Januar 1993, dafür Franz Mätz
Hans-Georg Drummer
Ursula Engl
Rupert Kollmannsberger
Marianne Rieger
Alfred Schnaitter

Wahlperiode 1996 – 2002
Johann Weigert (3. Bürgermeister)
Jürgen Beier
Odilo Eder
Alfred Federl
Reinhard Mölzl
Marianne Rieger
Alfred Schnaitter

Wahlperiode 2002 – 2008
Alfred Schnaitter (2. Bürgermeister)
Jürgen Beier
Werner Beutl
Alfred Federl
Christine Platzer
Johann Weigert; verst. 2004, dafür Günter Schöberl

Wahlperiode 2008 – 2014
Werner Beutl (3. Bürgermeister)
Jürgen Beier
Günter Schöberl
Alfred Federl
Franz Mirter
Johann Weigert jun.; bis Dez. 2012, dafür Hubert Fehr

Wahlperiode 2014 – 2020
Jürgen Beier
Veronika Weigert
Alfred Federl
Hubert Fehr
Günter Schöberl
Martin Jäger
Stefan Adler

 

 

Geschichte des CSU-Ortsverbandes

 

1960 - 1970

Gründung des Ortsverbandes

Auf Initiative des damaligen Ortsgeistlichen Herrn Pfarrer Josef Schmid kam es im Jahre 1963 zur Gründung des CSU-Ortsverbandes Tegernheim.

Die Gründungsversammlung trat am 26. März 1963 in der Gaststätte Kain zusammen, wobei spontan 18 Tegernheimer Bürger den Beitritt zur CSU erklärten. Der Gründung des Ortsverbandes stand somit nichts mehr im Wege. Bis dahin gehörten die in Tegernheim wohnhaften CSU-Mitglieder Alois Federl, Josef Mölzl, Stephan Dirndorfer, Franz Xaver Federl und Georg Hofer der Parteiorganisation der Stadt Regensburg an. Es darf in diesem Zusammenhang daran erinnert werden, dass Herr Alois Federl in den Nachkriegsjahren von 1945-1948 das Amt des 1. Bürgermeisters innehatte.

In der Gründungsversammlung wurde

Michael Penzkofer zum 1. Vorsitzenden
Andreas Steger zum 2. Vorsitzenden
Franz Bindl zum Schriftführer
und Karl Beutl zum Kassier

gewählt.

Josef Gold und Xaver Federl wurden als Delegierte in die Kreisvertreterversammlung entsandt. Eduard Kurka wurde Ersatzdelegierter. Am Jahresende 1963 war die Zahl der Mitglieder bereits auf 29 angewachsen.

Bewährung bei der Landratswahl

Im Jahre 1964 musste der CSU-Ortsverband anlässlich der bevorstehenden Landratswahl seine Feuertaufe bestehen. Im Protokoll wird eine im Februar 1964 abgehaltene Wahlversammlung in der Gaststätte Walhalla in Tegernheim mit Bundesinnenminister Hermann Höcherl und Landrat Leonhard Deiniger mit besonders starkem Besuch registriert.

Leonhard Deiniger wurde damals auch in Tegernheim mit großer Mehrheit zum Landrat gewählt.

Die am 24. Oktober 1964 durchgeführte Jahreshauptversammlung brachte Veränderungen in der Vorstandschaft. Zum ersten Vorsitzenden wurde Andreas Steger, zu dessen Stellvertreter Michael Penzkofer gewählt.

Herr Pfarrer Schmid und Max Mätz kamen als Beisitzer zusätzlich in den Vorstand.

Kommunalwahl 1966 als Prüfstein

In den Jahren ab 1965 gewann der Ortsverband immer mehr an Gewicht. Die Mitgliederzahl konnte auf 44 gesteigert werden. In der Aufstellungsversammlung zur Gemeinderatswahl 1966 setzte sich Josef Schober gegen zwei Mitbewerber als Bürgermeisterkandidaten der CSU durch. Josef Gold wurde für die Kreistagsliste vorgeschlagen. 34 Mitglieder von insgesamt 36 anwesenden Mitgliedern stellten sich für die Wahl als Gemeinderatskandidaten zur Verfügung, von denen schließlich 10 gewählt wurden. Durch nachträglichen Beschluss der Vorstandschaft wurde die Zahl der Gemeinderatskandidaten auf 20 erhöht, um dem „Wähler eine größere Auswahl zu bieten“ (Vorsitzender Steger). Das Protokoll vermerkt, dass die Wahl der Gemeinderatsbewerber unter geschickter Regieführung des Landrates Leonhard Deininger erfolgte.

Referenten bei öffentlichen Versammlungen waren im Vorfeld der Wahl u.a. Bundesminister Hermann Höcherl, Landtagsabgeordneter und Landrat Leonhard Deininger.

Die Kommunalwahl am 20. November 1966 brachte für die CSU in Tegernheim ein großartiges Ergebnis. Die CSU-Fraktion mit Bürgermeister Josef Schober und den Gemeinderäten Josef Gold, Andreas Steger, Michael Penzkofer, Karl Beutl und Josef Gantner hatte die absolute Mehrheit erreicht. Auf der Kreistagsliste wurde Josef Gold als zweiter Ersatzvertreter gewählt und rückte 1970 in den Kreistag nach.

Josef Gold übernimmt die Führung des Ortsverbandes

Die Ortshauptversammlung am 18. Februar 1967 wählte Josef Gold zum neuen Vorsitzenden des CSU-Ortsverbandes. Mit Michael Penzkofer als Stellvertreter, Franz Bindl als Schriftführer und Karl Beutl als Kassier sowie den Beisitzern Pfarrer Josef Schmid und Eduard Kurka konnte die Arbeit kontinuierlich fortgesetzt werden. Waren die bisherigen Versammlungen weitgehend an politischen Entscheidungen orientiert, begann man jetzt auch in öffentlichen Aufklärungsversammlungen zu Fragen des Lohnsteuerjahresausgleichs, der Einheitsbewertung u.ä. zu informieren. Zudem bereicherten Berichte einzelner Ortsverbandsmitglieder über Versammlungen und Kundgebungen des Kreis- und Bezirksverbandes das Informationsangebot. Der Mitgliederstand konnte im November 1969 auf 55 erhöht werden. Seit dieser Zeit waren auch überregionale politische Mandatsträger in den Reihen des Ortsverbandes. Der Landrat des Landkreises Regensburg Leonhard Deininger hatte seinen Wohnsitz nach Tegernheim verlegt und der junge Abgeordnete Adolf Beck war nach Tegernheim gezogen und wurde Mitglied im Ortsverband.

Bei den Ortshauptversammlungen am 04. Oktober 1968 und am 22. November 1969 wurde die engere Vorstandschaft jeweils bestätigt. Als Beisitzer wurden Pfarrer Franz Listl, Anton Büchler, Josef Gantner und Josef Schober bzw. Günther Hammer, Stephan Dirndorfer, Johann Reitter und Georg Hofer bestimmt.

 

1970 - 1980

Der Vorstand der CSU Tegernheim 1977

Kommunalwahl 1972 – ein voller Erfolg

In der Ortshauptversammlung vom 30. Dezember 1971 wurden unter anderem die Grundlagen für die Gemeinderatswahl im Juni 1972 geschaffen. Bei den Neuwahlen wurde Josef Schober zum stellv. Vorsitzenden und Günther Hammer zum Kassier gewählt. Der Bürgermeisterkandidat hieß erneut Josef Schober und in der Liste der CSU-Gemeinderatskandidaten waren zehn Neulinge aufgeboten. Sprach man bei der Kommunalwahl 1966 von einem „großartigen Ergebnis“, so war diesmal ein voller Erfolg zu verbuchen. Mit einem überzeugenden Wahlsieg für Josef Schober (74,4 %) errang die CSU zusätzlich zehn der erstmals 16 Gemeinderatssitze. Neben den bewährten Gemeinderäten Josef Gold und Karl Beutl, zogen für die CSU erstmals acht neue Gemeinderäte, nämlich Hans-Georg Drummer, Gerhard Haberkorn, Karl Hofer, Manfred Käufel, Alfred Schnaitter, Herbert Wittl, Max Wolf und Alfons Zahnweh ins Rathaus ein. Karl Beutl wurde vom Gemeinderat zum 2. Bürgermeister gewählt.

Der Protokollführer erwähnt den „sauberen Wahlkampf“, der in Tegernheim stattgefunden hat, sowie die „Achtung und den Respekt, der jeder Person, unabhängig der jeweiligen politischen Anschauung“ entgegengebracht wurde.

Die politische Auseinandersetzung prägte in dieser Zeit v.a. die anstehende Gemeindegebietsreform, bei der Tegernheim von einer Eingemeindung nach Regensburg bedroht war. Es ist dem tatkräftigen Einsatz von Landrat Deininger und Landtagsabgeordneten Adolf Beck zu verdanken, dass Tegernheim in diesen Jahren seine Eigenständigkeit behielt.

Aufwärtsentwicklung in der Gemeinde und im Ortsverband

Unter Bürgermeister Schober war in Tegernheim eine stete Aufwärtsentwicklung festzustellen. In seiner Amtszeit wurde der Schulhausneubau vollzogen. Der Bau der Kanalisation wurde erheblich vorangetrieben sowie Ortsstraßen und Ortsbeleuchtung weiter ausgebaut. Durch die Ausweisung von Baugelände erlebte der Ort eine rege Bautätigkeit. Trotz enormer Investitionen wurde die pro-Kopf -Verschuldung stets unter dem Landesdurchschnitt gehalten. Die Entwicklung des Ortsverbandes war unverkennbar aufwärts gerichtet. Der Mitgliederstand bei der Ortshauptversammlung am 13. Oktober 1973 ist mit 90 festgestellt. Josef Gold wurde einstimmig als Vorsitzender bestätigt, während die übrige Vorstandschaft nahezu neu besetzt wurde. Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis:

Josef Gold 1. Vorsitzender
Hans Hein 2. Vorsitzender
Alfred Schnaitter 1. Schriftführer
Gerhard Haberkorn 2. Schriftführer
Alfons Zahnweh 1. Kassier
Hans-Georg Drummer 2. Kassier

 

 

 

 

 

Als Beisitzer wurden Josef Gantner, Ursula Engl, Alfred Datzer, Kasimir Sobolewski, Lothar Eichinger und Stefan Dirndorfer gewählt. Seit dieser Zeit sind für den Ortsverband die monatlichen Mitgliederversammlungen zur Regel geworden (zweiter Dienstag im Monat). Zudem wurden durch den Vorsitzenden Gold Reisen u.a. nach Berlin, Wien und in die fränkische Schweiz organisiert und vermittelt, die z.T. auf große Resonanz stießen.

Bereits im April 1974 konnten weitere Neumitglieder begrüßt werden und damit die 100-Mitgliedsgrenze durchbrochen werden.

An der Osserstraße wurde von den CSU-Mitgliedern in über 400 unentgeltlich geleisteten Arbeitsstunden ein Kinderspielplatz errichtet, der am 04. Mai 1974 mit einer kleinen Feier an die Gemeinde übergeben wurde. Seit 1974 erscheint auf Anregung der CSU-Fraktion vierteljährlich das gemeindliche Mitteilungsblatt. Mit der Ansiedelung eines praktischen Arztes konnte die ärztliche Versorgung erheblich verbessert werden. Die am 05. März 1977 durchgeführten Neuwahlen brachten nur eine einzige Veränderung: Karl Beutl wurde 2. Vorsitzender des Ortsverbandes.

Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen 1978

Mit der Entscheidung zukünftig einen hauptamtlichen Bürgermeister für Tegernheim zu wählen wurden die Weichen für die Kommunalwahlen 1978 gestellt. In der Aufstellungsversammlung am 04. Juni 1977 wurde Karl Beutl zum Bürgermeisterkandidaten der CSU nominiert und am 08. Oktober 31 Bewerber für die Gemeinderatsliste aufgestellt. Für den Kreistag wurde Karl Hofer vorgeschlagen. Trotz der Mitbewerbung einer freien Wählergruppe, die kurz vor der Wahl durch das langjährige CSU-Vorstandsmitglied Hein ins Leben gerufen wurde, konnte die CSU ihre Position behaupten. Karl Beutl wurde Bürgermeister und neben den bisherigen Gemeinderäten Karl Hofer, Josef Gold, Alfred Schnaitter, Hans-Georg Drummer, Alfons Zahnweh und Max Wolf wurden Josef Schober jun., Herbert Wittl, Gerhard Haberkorn und Manfred Käufel ins Gemeindeparlament berufen. Zum zweiten Bürgermeister wurde Karl Hofer gewählt, der zudem ein Kreistagsmandat erringen konnte.

Auszeichnungen für den Altbürgermeister

Der aus Altersgründen ausgeschiedene Bürgermeister Josef Schober wurde auf Antrag der CSU-Fraktion zum Altbürgermeister ernannt. Zum 70. Geburtstag wurde Josef Schober für seine Verdienste zum Wohl der Gemeinde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Anlässlich seines 75. Geburtstages wurde ihm im Rahmen einer Festsitzung des Gemeinderates die Ehrenbürgerurkunde überreicht.

Führungswechsel beim CSU-Ortsverband

Nachdem Josef Gold den CSU-Ortsverband nahezu 12 Jahre erfolgreich geführt und wesentlich zu seiner Entwicklung beigetragen hat – der Mitgliederstand wurde in dieser Zeit beinahe verdreifacht – nahm er von einer weiteren Nominierung zum 1. Vorsitzenden Abstand.

Landrat a.D. Leonhard Deininger würdigte in seiner Eigenschaft als CSU-Kreisvorsitzender die Verdienste von Josef Gold und brachte zum Ausdruck, dass die positive Entwicklung in einer Gemeinde auch in großem Umfang mit seinem Wirken in Verbindung stehe.

Die Ortshauptversammlung wählte am 09. Januar 1979 Gemeinderat Hans-Georg Drummer zum neuen Vorsitzenden des CSU-Ortsverbandes. Die übrige Vorstandschaft wurde nahezu einstimmig bestätigt. Die Position der Partei weiter auszubauen und zum Wohl der Bürger zu arbeiten sah der neue Vorsitzende als seine Hauptaufgabe und bat dabei alle Mitglieder um Unterstützung. Dass der in Tegernheim eingeschlagene Weg richtig sei, wurde dem Ortsverband auch überregional wiederholt bestätigt.

Information und Mitarbeit

Mit der Durchführung seiner Monatsversammlungen hat der Ortsverband ständig über die Arbeit im Gemeinderat informiert und seine Mitglieder immer wieder zur Mitarbeit angeregt. So konnten in den folgenden Jahren Forderungen und Vorstellungen bezüglich Straßenbau, Ortskanalisation, Ortsbeleuchtung, Straßenbeschilderung, Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr und des Betriebshofes usw. jeweils frühzeitig in die Beratungen des gemeindlichen Haushaltes eingebracht werden. Die Einladungen unter dem Thema „Bürgermeister und Gemeinderäte informieren“ stießen jeweils auf gute Resonanz.

Einen besonderen Stellenwert bei den Veranstaltungen hat auch die 1980 erstmals durchgeführte Adventsfeier, ab 1982 unter Beteiligung des FU-Ortsverbandes und später des JU-Ortsverbandes, die traditionell unpolitisch und in stimmungsvoller Atmosphäre stattfindet und bis heute zum festen Programmpunkt des Vereinsjahres gehört. Seit 1982 rundet jeweils ein gemeinsames Abendessen die Veranstaltung ab.

Seit Ende der 70er Jahre fanden im Wahlkampf regelmäßig auch sog. „Frauennachmittage“ statt, die stets gut besucht waren und immer mit bekannten Referenten aufwarten konnten.

Eine besonders gut besuchte Wahlversammlung mit über 150 Besuchern gelang dem Ortsverband anlässlich der Europawahl 1979 durch den Besuch des Spitzenkandidaten Dr. Otto von Habsburg am 04. Mai 1979.

 

1980 - 1990

Parteiinterne Wahlen in kurzer Folge

Mit der stolzen Bilanz von 119 Mitgliedern konnte die Ortshauptversammlung am 31. Januar 1981 aufwarten. Der Ortsverband war damit hinsichtlich seiner Mitgliederzahlen an die 5. Stelle im Landkreis gerückt. Die Neuwahlen brachten nur insofern Veränderungen, als Gerhard Haberkorn zum Kassier und Herbert Wittl zum 2. Schriftführer gewählt wurden. Veranlasst durch die vorgezogene Bundestagswahl im März 1983 mussten die parteiinternen Wahlen bereits am 29. November 1982 erneut vorgenommen werden. Die Vorstandschaft wurde einstimmig bestätigt. Frau Marianne Rieger wurde neu zur Beisitzerin gewählt. Weitere zehn Mitglieder fanden den Weg in die Parteiorganisation, womit damit der Mitgliederhöchststand von 129 erreicht wurde.

Kreisvertreterversammlung in Tegernheim und 20jähriges Bestehen des Ortsverbandes

Mit der Durchführung einer Kreisvertreterversammlung am 30. März 1983 in Tegernheim wurde dem Ortsverband eine besondere Auszeichnung zuteil. Bei der Begrüßung der Delegierten würdigte der Kreisvorsitzende Adolf Beck, MdL die Arbeit und den Stellenwert des CSU-Ortsverbandes Tegernheim.

Am 11. November 1983 feiert der Ortsverband unter der Anwesenheit von zahlreichen Ortsvereinen in einer Festveranstaltung sein 20-jähriges Bestehen. Ortsvorsitzender Drummer verwies in seiner Ansprache insbesondere auf das unabdingbare ehrenamtliche Engagement, von dem gerade die Parteiarbeit lebe. Sowohl in der Funktion als Vorstandsmitglied wie auch als Kreisdelegierter habe man eine Verantwortung, die unentgeltlich und auf Kosten der Freizeit ausgeübt werde.

Regierungsverantwortung der CDU/CSU in Bonn als Herausforderung auch für den Ortsverband

Nach 13 Jahren sozial-liberaler Koalition erhielt am 06. März 1983 die CDU/CSU den Auftrag zur Regierungsbildung in Bonn. Dies wirkte sich auch auf die Arbeit des Ortsverbandes aus, von dem erwartet wurde, dass er auf örtlicher Ebene die Vorhaben und Initiativen der neuen Bundesregierung den Bürgern vermittelt.

Das Bundestagswahlergebnis mit 60,3 % gehört mit zu den besten in Tegernheim und lag noch um 0,8 % höher als auf Landesebene.

Überwältigende Erfolge bei den Kommunalwahlen am 18. März 1984

Mit 62,2 % der Stimmen wurde die erfolgreiche und anpackende Politik der CSU-Fraktion und ihres Bürgermeisters Karl Beutl belohnt. Erneut schafften zehn Gemeinderäte der CSU den Sprung in den Gemeinderat. Bürgermeister Beutl konnte sich mit 56,3 % der Stimmen gegen seinen SPD-Herausforderer Helmut Kindl durchsetzen. Neu in den Gemeinderat gewählt wurden Marianne Rieger und Ursula Engl. Sicher erlangte Kreisrat Karl Hofer erneut sein Kreistagsmandat.

Die erfolgreiche Arbeit des Ortsverbandes, insbesondere die guten Wahlergebnisse, aber auch das beständige Aufgreifen von aktuellen politischen Themen und informative Veranstaltungen führten zu einer zufriedenstellenden Bilanz, die der Ortsvorsitzende Drummer auf der Jahreshauptversammlung am 24. März 1985 ziehen konnte. In Anwesenheit des stell. Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe Dr. Dionys Jobst, MdB wurde die Vorstandschaft bestätigt. Kreisrat Karl Hofer und Joachim Merk wurden neu als Beisitzer gewählt. Bedingt durch eine landesweit durchgeführte „Mitgliederbereinigungsaktion“, bei der viele örtliche Mitglieder an den Kreisverband Regensburg-Stadt übergeben werden mussten, verringerte sich die Zahl der Mitglieder auf 123.

Auf Initiative des CSU-Ortsverbandes wurde dem langjährigen Landrat, Landtagsabgeordneten und Senator Leonhard Deininger anlässlich seines 75. Geburtstages am 03. November 1985 die Ehrenbürgerwürde verliehen.

Bestätigung der Führungsmannschaft

Mit jeweils der absoluten Mehrheit der Stimmen schaffte die CSU auch in Tegernheim bei der Landtagswahl am 12. Oktober 1986 (50,27 %) und bei der Bundestagswahl am 25. Januar 1987 (55 %) ein gewohnt gutes Ergebnis. Wie immer bei überregionalen Wahlen hat der Ortsverband einen sicherlich nur kleinen, aber unverzichtbaren Anteil zum Wahlergebnis beigetragen, da nur durch die Positionierung vor Ort die Landespartei in der Fläche wirken kann. Der Beitrag des Ortsverbandes bestand wie in den Wahlen zuvor in der Belieferung der Bevölkerung mit Informationsmaterial, Plakatierung und Abhaltung von Informationsveranstaltungen, bei denen die Kandidaten (Adolf Beck für den Landtag und Benno Zierer für den Bundestag) jeweils Rede und Antwort standen.

Ortsvorsitzender Hans-Georg Drummer beklagte bei der Ortshauptversammlung am 10. April 1987 den nur „mäßigen Besuch“ der Wahlversammlungen. Erstmals machte auch unter dem Eindruck jeweils sinkender Wahlbeteiligungen der Begriff der „Politikverdrossenheit“ die Runde.

Wegen der ungewöhnlich großen Zahl an Todesfällen und dem Wegzug von fünf Mitgliedern sank der Mitgliederstand weiter auf 115 Mitglieder.

Nachdem der Ortsverband Tegernheim jahrelang durch den Landrat a.D. Leonhard Deininger zunächst als CSU-Kreisvorsitzender und dann als Ehrenkreisvorsitzender im Kreisverband vertreten war, erreichte nunmehr zusätzlich auch die FU-Vorsitzende Marianne Rieger einen Sitz in der Vorstandschaft und stärkte damit das Gewicht des CSU-Ortsverbandes auf der Kreisebene.

Nahezu einstimmig wurde die Vorstandschaft des Ortsverbandes wiedergewählt. Mit Hubert Winkler kam erstmals ein Mitglied des neu gegründeten JU-Ortsverbandes als Beisitzer in den Vorstand.

25 Jahre CSU-Ortsverband Tegernheim

Musikalisch umrahmt durch die „Tegernheimer Dorfmusi“ und gekrönt von einem Festreferat des CSU-Kreisvorsitzenden Adolf Beck, MdL zum Thema „25 Jahre CSU-Ortsverband Tegernheim“ feierte der Ortsverband am 09. September 1988 seinen 25jährigen Geburtstag.

In seiner Rückschau verwies Ortsvorsitzender Drummer auf die politischen Informationsveranstaltungen und die neu eingeführten „Dämmerschoppen“, bei denen ohne speziell vorgegebene Themen Mitglieder und Interessierte zu zwanglosen Gesprächen und Meinungsaustausch zusammenkommen.

Wahlmarathon 1989/1990

Insgesamt fünf Wahlen in nur 16 Monaten bestimmten und prägten die Aktivitäten des CSU-Ortsverbandes in den Jahren 1989/1990. Neben der Europawahl am 18. Juli 1989 fand am 18. März 1990 die Kommunalwahl und am 14. Oktober 1990 die Landtags-, sowie zwei Monate später die Bundestagswahl statt. Erforderlich wurde außerdem eine Bürgermeister-Stichwahl am 25. März 1990. Der Ortsverband hatte zudem neben der regulären Ortshauptversammlung zusätzlich eine Aufstellungsversammlung abzuhalten, bei der die Bewerber für den Gemeinderat bestimmt wurden.

Bei der Ortshauptversammlung wurden Christa Anderl und Jürgen Beier neu in die Vorstandschaft gewählt. Die Vorsitzende der FU, Marianne Rieger wurde zur stellvertretenden CSU-Ortsvorsitzenden gewählt.

Ein harter Schlag war – rückblickend für die weitere Entwicklung des Ortsverbandes – der überraschende Austritt von Kreisrat Karl Hofer kurz nach den Neuwahlen im Ortsverband. Offensichtlich unter dem Eindruck eines schlechten Wahlergebnisses bei der Wahl zum Beisitzer in der Vorstandschaft und unter dem Eindruck mangelnder Unterstützung in der Partei gab er das Parteibuch zurück, um nur wenige Wochen später die Freie Wählergemeinschaft zu gründen und selbst als Bürgermeisterkandidat gegen den CSU-Bewerber Karl Beutl anzutreten.

Auch wenn ihm der Erfolg versagt blieb, so schafften doch mit ihm zwei weitere „Freie Wähler“ den Einzug in den Gemeinderat und beschränkten damit den Einfluss der CSU-Fraktion, die damit die absolute Mehrheit verlor.

Für das Amt des Kreistagskandidaten konnte Erika Weigert gewonnen werden, die wie auch in den Folgejahren mit großer Mehrheit in den Kreistag gewählt wurde.

Bei der Aufstellungsversammlung am 21. November 1989 in der Gaststätte „Tegernheimer Keller“ wählten 56 wahlberechtigte Mitglieder Karl Beutl erneut zum Bürgermeisterkandidaten.

Bürgermeister Beutl informierte in seiner Bewerbungsrede über die geplanten oder bereits im Bau befindlichen Projekte wie die Mehrzweckhalle und das Feuerwehrgerätehaus und verwies auf eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1008,70 DM.

Nicht mehr zur Verfügung stellten sich die langjährigen Gemeinderäte Manfred Käufel, Max Wolf und Hanna Sobolewski.

Die Versammlung bestimmte schließlich eine Gemeinderatsliste von 16 Personen, die bei der Kommunalwahl am 18. März 1990 dem Wähler vorgeschlagen werden sollte. Bedingt durch die Bewerbung von drei Kandidaten für das Amt des 1. Bürgermeisters musste Bürgermeister Karl Beutl am 25. März 1990 gegen den SPD-Herausforderer Helmut Kindl in die Stichwahl, die er allerdings mit 1096 gegen 1041 Stimmen für sich entschied.

Die Kommunalwahlen brachten einen Verlust von drei Gemeinderatssitzen für die CSU, die an die FWG fielen, während die SPD ihre bisherige Zahl an Gemeinderäten behielt.

In Prozenten ausgedrückt erzielte die CSU 46,8 % (-15 %), die SPD 35,4 % (-2,4 %) und die FWG 17,8 % der Stimmen.

Die Europa-, die Landtags- und die Bundestagswahl brachte indes in Tegernheim ein Ergebnis, das in etwa dem landeweiten Schnitt entsprach.

Ortsvorsitzender Hans-Georg Drummer berichtete bei seinem Rechenschaftsbericht anlässlich der Jahreshauptversammlung am 27. März 1991 von einem schwierigen Arbeitsumfeld angesichts dreier Fraktionen im Gemeinderat.

Zum ersten Mal in den Vorstand gewählt wurden Franz Pecha, Hanna Sobolewski, Max Wolf und Kreisrätin Erika Weigert.

 

1990 - 2000

Kontinuierliche Arbeit zum Wohl der Bürger

Der Volksentscheid zum „besseren Müllkonzept“ am 17. Februar 1991 erforderte schon kurz nach den zahlreichen Wahlen 1990 erneut alle Kraftanstrengungen des Ortsverbandes. Ging es hier doch v.a. auch um Information und Werbung  für das Konzept der Bay. Staatsregierung, das direkt an der Basis dem Bürger durch den Ortsverband am ehesten nahegebracht werden konnte.

Durch Infostände und Wurfsendungen konnte das Informationsbedürfnis befriedigt werden.

Nicht nachgelassen hat der Ortsverband in all den Jahren bei der regelmäßigen Abhaltung von Monatsversammlungen, bei denen regionale, kommunale, aber immer wieder auch landes- und bundespolitische Themen im Mittelpunkt standen.

Beispielhaft seien hier nur Versammlungen zu den Themen „Dorfplatzgestaltung“, „Konzessionsabgabe“, „Bau der Mehrzweckhalle“, „Ortsumgehung“, „Deutsche Einheit“, „Asylrecht“, „Pflegeversicherung“ angeführt.

Der Mitgliedsstand erholte sich nach einem zwischenzeitlichen Einbruch auf den Tiefststand von 115 Mitgliedern auf ca. 120 Mitglieder Anfang der 90er Jahre.

Ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt und Grundvoraussetzung für die Aktivität im Ortsverband war die stete Mitwirkung nicht nur der Vorstandsmitglieder, sondern auch der sog. „einfachen Mitglieder“, die bei zahlreichen Postwurfsendungen bei Wahlen, aber auch Plakatierungen immer bereitwillig zur Verfügung standen.

Unermüdlicher Motor war freilich seit 1979 der Ortsvorsitzende Hans-Georg Drummer, der nicht nur engagiert und selbstlos den Ortsverband lenkte und mit Ideen anreicherte, sondern auch eine optimale Mitgliederbetreuung begründete, die bis heute anhält.

So werden die Mitglieder nicht nur bei „runden“ Geburtstagen durch eine Abordnung des Vorstandes besucht, sondern es erhält jedes Mitglied bei jedem Geburtstag eine Glückwunschkarte. Daneben begleitet der Ortsverband seine Mitglieder mit Glückwünschen bei Hochzeiten, Hochzeitsjubiläen und sonstigen Feierlichkeiten, aber auch bei Trauerbekundungen und Beerdigungen.

Ein besonderes Anliegen war dem Vorsitzenden Drummer immer wieder auch das "Eingebunden sein" und die entsprechende Präsenz und der Kontakt zum CSU-Kreisverband und Bezirksverband, der rege unterhalten wurde. Nicht unerwähnt bleiben darf, dass der Vorsitzende Drummer zugleich in diesen Jahren Fraktionssprecher der CSU-Gemeinderatsfraktion war und damit auch die Vorbereitung und Leitung der monatlichen Fraktionssitzungen übernahm.

Nachdem bei der Ortshauptversammlung am 24. März 1993 weder die FU-Vorsitzende Marianne Rieger nach vier Jahren Amtszeit noch Bürgermeister Beutl nach insgesamt 16 Jahren Amtszeit erneut für den Posten des stellv. Vorsitzenden zur Verfügung standen, wählte die Mitgliederversammlung Jürgen Bier und Hanna Sobolewski zu jeweils stellvertretenden Vorsitzenden. Als Beisitzer wurden erstmals zusätzlich Franz Mätz und Manfred Rauscher berufen.


Rückgang des Versammlungsbesuchs

Mangelnder Versammlungsbesuch und ein erneuter Rückgang der Mitgliederzahlen auf 111 Mitglieder hatten ihre Ursachen v.a. in einer sich verändernden Gesellschaft, die durch neue technische Möglichkeiten und den Aufbau neuer Medien eine Vielfalt an Informationsalternativen geboten wurde. Die Rolle der Parteien als Übermittler der „großen Politik“ fiel mehr und mehr aus.

Dennoch bemühte sich der Ortsverband auch in diesen Jahren seinen Auftrag zur internen Meinungsbildung weiter aufrechtzuerhalten.

Überschattet wurden diese Jahre auch durch eine parteiinterne Absetzbewegung, die ihre Ursache sicherlich auch in den veränderten Mehrheitsverhältnissen im Gemeinderat hatte. Der CSU-Bürgermeister Beutl und die CSU-Fraktion konnten durch die FWG/SPD-Mehrheit im Gemeinderat ohne weiteres überstimmt werden. Von dieser Möglichkeit wurde immer wieder auch Gebrauch gemacht, was einzelne Mitglieder, die teilweise auch dem Gemeinderat angehörten dazu bewog, selbst in den Chor der Kritiker einzustimmen, um daraus politisches Kapital zu schlagen.


Superwahljahr 1994

Erneut drei Wahlgänge (Europawahl, Landtags- und Bezirkstagswahl, Bundestagswahl) hatte der Ortsverband innerhalb von nur fünf Monaten zu bestehen.

Mit jeweils 50,4 % (Europawahl am 12. Juni 1994), 52,7 % (Landtagswahl am 25. September 1994) und 51,9 % (Bundestagswahl am 16. Oktober 1994) erreichte die CSU in Tegernheim nahezu den jeweils landesweit erreichten Durchschnitt der Stimmen.

Bei der Ortshauptversammlung am 06. März 1995 setzte sich der Vorsitzende Hans-Georg Drummer gegen seine Gegenkandidatin Marianne Rieger als 1. Vorsitzender durch. Für Frau Hanna Sobolewski wurde Kreisrätin Erika Weigert neben Jürgen Beier als stellvertretende Vorsitzende neu gewählt. Odilo Eder wurde erstmals als Beisitzer gewählt.

Auch im Kreisvorstand war der CSU-Ortsverband in diesen Jahren überaus stark vertreten, da neben dem CSU-Ehrenkreisvorsitzenden Leonhard Deininger auch JU-Kreisvorsitzender Hubert Winkler und die Kreisrätin Erika Weigert einen Sitz in der Kreisvorstandschaft inne hatten.


Ende der Ära Beutl

Nach 18 Jahren im Amt des 1. Bürgermeisters verzichtete Karl Beutl bei der Kommunalwahl 1996 darauf, erneut anzutreten. Die Gemeinde hat unter seiner Verantwortung eine wesentliche Entwicklung genommen, so formulierte es CSU-Ortsvorsitzender Drummer bei der Jahreshauptversammlung am 29. April 1996, wenige Tage vor der Abgabe der Amtsgeschäfte an den neu gewählten Bürgermeister.

Die notwendigen Vorentscheidungen für die Kommunalwahlen 1996 traf der CSU-Ortsverband bereits auf der Ortshauptversammlung am 08. November 1995, auf der Johann Weigert zum Bürgermeisterkandidaten und eine Liste von 16 Gemeinderatskandidaten bestimmt wurden.

Zahlreiche altgediente und langjährige Gemeinderäte wie Hans-Georg Drummer, Gerhard Haberkorn, Rupert Kollmannsberger und Max Wolf verzichteten auf eine neue Kandidatur und machten damit Platz für einen Generationswechsel bei den Gemeinderatsbewerbern.

Nach der Gemeinderatswahl, bei der nur mehr sieben CSU-Kandidaten den Einzug in das Gemeindeparlament schafften, waren insgesamt fünf neue Gemeinderäte, nämlich Johann Weigert, Jürgen Beier, Odilo Eder, Alfred Federl und Reinhard Mölzl. Bemerkenswert war v.a. der Einzug von Odilo Eder, der als Ersatzkandidat von Platz 16 direkt den Sprung auf Platz 7 und damit in den Gemeinderat schaffte.

Enttäuschend aus Sicht des Ortsverbandes war neben dem Verlust eines weiteren Gemeinderatsmandats v.a. das Nichterreichen der Stichwahl durch den CSU-Bürgermeisterkandidaten Johann Weigert. Lediglich 10 Stimmen fehlten ihm, um gegen SPD-Kandidaten Herbert Wesselsky in die Stichwahl zu kommen.

Gewählt wurde schließlich der Kandidat der FWG und langjährige CSU-Gemeinderat und Kreisrat Karl Hofer.

Die Parteiarbeit wurde neben tagespolitisch aktuellen Versammlungen zur „Zukunft des Sozialstaates“ (mit Maria Eichhorn, MdB) und zu den „Chancen Deutschlands in einem geeinten Europa“ (mit stellv. JU-Bezirksvorsitzenden Bernhard Kotsch) um eine gesellschaftliche Veranstaltung mit dem Humoristen Toni Lauerer erweitert, die große Resonanz bei der Bevölkerung fand.


Generationswechsel im Ortsverband

Der bei der Kommunalwahl im März 1996 erfolgte Generationswechsel fand seinen Niederschlag auch bei der Neuwahl des Ortsvorstandes am 05. März 1997.

Nach 18 Jahren erfolgreicher und den Ortsverband prägender Arbeit legte 1. Vorsitzender Hans-Georg Drummer sein Amt nieder und begründete dies u.a. damit, der jungen Generation Verantwortung zu übertragen.

Alfred Schnaitter, der über 23 Jahre alle Versammlungen und Sitzungen der Organe des Ortsverbandes protokollierte, kündigte ebenso wie Gerhard Haberkorn nach 16 Jahren als Kassier seinen Rückzug an.

Die Neuwahlen erbrachten einen nahezu vollständigen Wechsel an der Ortsverbandsspitze. Jürgen Beier wurde Ortsvorsitzender, Wolfgang Hofer wurde neben der bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Erika Weigert zum stellv. Vorsitzenden gewählt. Als Kassier übernahm Richard Lang und als Schriftführer Stefan Meyer die Verantwortung. Neu als Beisitzer in die Ortsvorstandschaft kamen Alfred Federl und Hans Eibl.

Ausdrücklich gewünscht wurde von den neuen Vorstandschaft eine einvernehmliche und gedeihliche Zusammenarbeit zwischen neuen und altgedienten Kräften.


Neuer Elan

Mit frischem Elan ging die neue Vorstandschaft zu Werke und konnte bereits im Jahre 1997 zu insgesamt 14 Veranstaltungen u.a. zu den Themen „Religiöser Fundamentalismus“ (Viktor Schulz-Klingauf), „Innere Sicherheit“, „Reform des Senats“ (Senator Prof. Schumann) einladen.

Die Mitgliederzahl spiegelte leider das Engagement nicht wieder, da v.a. bedingt durch eine große Zahl an Wegzügen die Mitgliederzahl auf 110 sank.

Zum ersten Mal wurde im April 1998 ein Starkbierfest von den Tegernheimer CSU organisiert, das sich in den nächsten Jahren zu einer festen Einrichtung etablieren sollte und bei der Bevölkerung nach wie vor auf große Resonanz stößt.

Initiiert wurde auch eine CSU-Zeitung, die unter dem Namen „Der Tegernheimer“ mit Artikeln zur Kommunalpolitik und zu aktuellen landes- und bundespolitischen Themen Informationsgehalt bringen sollte.

Bei den Landes- und Bezirkstagswahlen lag bei geringen Zugewinnen auch das Ergebnis der CSU in Tegernheim im landesweiten Schnitt. Als Attraktion organisierte der Ortsverband anlässlich der Wahlen ein Quiz, bei dem Reisen nach Berlin, Bonn und München sowie Sachpreise ausgesetzt wurden.

Bei der Ortshauptversammlung am 22. März 1999 wurde die Vorstandschaft bestätigt. Stellvertretender Vorsitzender Wolfgang Hofer, der aus Tegernheim verzogen war wurde durch Peter Englbrecht ersetzt. Gudrun Bösl übernahm das Amt der Schriftführerin.


Regierungswechsel in Berlin

Eine schwere Niederlage erlitt die CDU/CSU bei der Bundestagswahl 1998, deren Ergebnis auch in Tegernheim zum schlechtesten Bundestagswahlergebnis seit Bestehen des Ortsverbandes führte.

Die in der Folgezeit eintretende Schwächephase der neuen Regierung Schröder führte zu einem Mitgliederboom im Ortsverband. Insgesamt sieben Neumitglieder konnten innerhalb weniger Monate geworben werden.

Das Europawahlergebnis von 64,9 % gehört auch in Tegernheim zu den besten, selbst wenn man alle Wahlen mit einbezieht.

Hart umstritten war zu dieser Zeit in der kommunalpolitischen Auseinandersetzung v.a. der Umbau der Hauptstraße und die Einrichtung eines Jugendtreffs. Bei kommunalpolitischen Veranstaltungen wurden auch diese Diskussionspunkte immer wieder thematisiert. Angeboten wurden daneben Informationsveranstaltungen u.a. zu den Themen „Liberalisierung des Energiemarktes“ (REWAG), „Agenda 21“ (Ltd. Regierungsdirektor Merk).

Auf große Resonanz stieß 1999 auch die Unterschriftenaktion „Ja zur Integration – nein zur doppelten Staatsbürgerschaft“, die über 400 Bürgerinnen und Bürger dazu bewog ihre Meinung zu äußern.

 

2000 - 2010

Engagement bei der 1100-Jahrfeier der Gemeinde Tegernheim

Trotz weiterhin ungebrochener Aktivität, die sich in insgesamt 10 Veranstaltungen im Jahr 2000 u.a. zu den Themen „finanzielle Vorsorge im Alter“, „Leistungen der Pflegeversicherung“ und „Erbrecht“ zeigte, musste der Ortsverband einen Aderlass von insgesamt sechs Mitglieder hinnehmen, die der Partei den Rücken kehrten. Grund war die Beitragserhöhung durch den CSU-Landesverband, die z.T. zu einer 30%- Anhebung führte und z.T. langjährige Mitglieder dazu bewog, auszutreten.

Bei den Neuwahlen am 01. März 2001 wurde die bisherige Vorstandschaft bestätigt. Als stellvertretender Vorsitzender wurde anstelle von Peter Englbrecht Alfred Federl gewählt.

Bei der im großen Stil abgehaltenen 1100-Jahrfeier der Gemeinde Tegernheim brachte sich der Ortsverband mit einer aufwändigen Fotoausstellung ein, die an mehreren Wochenenden den Besuchern in den Räumen der Alten Schule offenstand und durch alte Fotos und Gegenstände die Erinnerung an das letzte Jahrhundert lebendig werden ließ.

Am Festwochenende präsentierte sich die CSU mit einem „schwarzen Saftladen“, bei dem Säfte und Mineralwasser ausgeschenkt wurden.

Wegen des sehr heißen Wetters wurde der Stand stark frequentiert und es konnte eine beträchtliche Summe der Gemeindekasse zugeführt werden.


Höhen und Tiefen im Jahr 2002

Zwei relativ neue Mitglieder bewarben sich bei der Kommunalwahl 2002 um das Amt des Bürgermeisters. Sowohl Christine Platzer wie auch Günther Schöberl waren erst kurze Zeit beim CSU-Ortsverband und stellten sich bei der Ortshauptversammlung im November 2001 einer Stichwahl, bei der Christine Platzer knapp obsiegte.

Der anschließende Wahlkampf, der v.a. durch Hausbesuche, Infostände und Informationsveranstaltungen absolviert wurde, zeigte, dass es für einen unbekannten Kandidaten sehr schwer ist, gewählt zu werden. Mit für alle letztlich enttäuschenden 16% musste Christine Platzer dem amtierenden Bürgermeister Karl Hofer den Vortritt lassen, der bereits im 1. Wahlgang mit absoluter Mehrheit gewählt wurde.

Allerdings gelang ihr mit dem zweitbesten Stimmergebnis der Einzug in den Gemeinderat. Neu gewählt wurde außerdem Werner Beutl. Dem neuen Gemeinderat gehörten aus den Reihen der CSU Odilo Eder und Marianne Rieger nicht mehr an, die beide auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatten, sowie Reinhard Mölzl.

Seit Anfang des Jahres 2002 können sich Interessierte über die Internetadresse www.csu-tegernheim.de auch über die neuesten Veranstaltungshinweise und die Zusammensetzung des Vorstandes informieren.

Bei der Bundestagswahl 2002 erreichte die CSU ein Ergebnis von 60,5 %, das das bislang Beste in der Geschichte der Bundestagswahlen in Tegernheim bedeutete. Ein Grund dafür lag sicherlich auch in der Kanzlerkandidatur von CSU-Parteivorsitzendem Edmund Stoiber.

Ein schwerer Verlust traf den Ortsverband mit dem Tod von Landrat a.D. Leonhard Deininger, der sich als Mitglied des Ortsverbandes zahlreiche Verdienste für die CSU und den Ort Tegernheim erworben hatte und eine unersetzliche Lücke hinterließ.


40 Jahre CSU-Ortsverband Tegernheim

Mit der Ausrichtung des Neujahrsempfangs des CSU-Kreisverbandes Regensburg-Land läutete der Ortsverband die Festlichkeiten zu seinem 40jährigen Bestehen ein.

Über 400 Gäste in der Turnhalle der Volkschule, darunter viele Abgeordnete und Mandatsträger konnte Ortsvorsitzender Jürgen Beier unter den Klängen der Blaskapelle Tegernheim willkommen heißen. In einen Rückblick auf das Jahr 2002 und einen Ausblick auf 2003 beschrieben Staatssekretär Hans Spitzner und Landrat Herbert Mirbeth die aktuelle politische Situation.

102 Mitglieder und ein abwechslungsreiches Programm konnte Vorsitzender Jürgen Beier bei der Jahreshauptversammlung am 19. Februar 2003 präsentieren. Bei den Neuwahlen rückten Christine Platzer und Günther Schöberl als stellvertretende Vorsitzende und Max Lindner als Beisitzer neu in den Vorstand ein, der ansonsten bestätigt wurde. Alfred Federl übernahm die Verantwortung für die Kasse.

Als großer Erfolg erwies sich auch das 5. Starkbierfest, das sicherlich auch wegen der Einlagen von Josef „Bäff“ Piendl zu einem vollen Saal führte.