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1960 - 1970

Gründung des Ortsverbandes

Auf Initiative des damaligen Ortsgeistlichen Herrn Pfarrer Josef Schmid kam es im Jahre 1963 zur Gründung des CSU-Ortsverbandes Tegernheim.

Die Gründungsversammlung trat am 26. März 1963 in der Gaststätte Kain zusammen, wobei spontan 18 Tegernheimer Bürger den Beitritt zur CSU erklärten. Der Gründung des Ortsverbandes stand somit nichts mehr im Wege. Bis dahin gehörten die in Tegernheim wohnhaften CSU-Mitglieder Alois Federl, Josef Mölzl, Stephan Dirndorfer, Franz Xaver Federl und Georg Hofer der Parteiorganisation der Stadt Regensburg an. Es darf in diesem Zusammenhang daran erinnert werden, dass Herr Alois Federl in den Nachkriegsjahren von 1945-1948 das Amt des 1. Bürgermeisters innehatte.

In der Gründungsversammlung wurde

Michael Penzkofer zum 1. Vorsitzenden
Andreas Steger zum 2. Vorsitzenden
Franz Bindl zum Schriftführer
und Karl Beutl zum Kassier

gewählt.

Josef Gold und Xaver Federl wurden als Delegierte in die Kreisvertreterversammlung entsandt. Eduard Kurka wurde Ersatzdelegierter. Am Jahresende 1963 war die Zahl der Mitglieder bereits auf 29 angewachsen.
 

Bewährung bei der Landratswahl

Im Jahre 1964 musste der CSU-Ortsverband anlässlich der bevorstehenden Landratswahl seine Feuertaufe bestehen. Im Protokoll wird eine im Februar 1964 abgehaltene Wahlversammlung in der Gaststätte Walhalla in Tegernheim mit Bundesinnenminister Hermann Höcherl und Landrat Leonhard Deiniger mit besonders starkem Besuch registriert.

Leonhard Deiniger wurde damals auch in Tegernheim mit großer Mehrheit zum Landrat gewählt.

Die am 24. Oktober 1964 durchgeführte Jahreshauptversammlung brachte Veränderungen in der Vorstandschaft. Zum ersten Vorsitzenden wurde Andreas Steger, zu dessen Stellvertreter Michael Penzkofer gewählt.

Herr Pfarrer Schmid und Max Mätz kamen als Beisitzer zusätzlich in den Vorstand.
 

Kommunalwahl 1966 als Prüfstein

In den Jahren ab 1965 gewann der Ortsverband immer mehr an Gewicht. Die Mitgliederzahl konnte auf 44 gesteigert werden. In der Aufstellungsversammlung zur Gemeinderatswahl 1966 setzte sich Josef Schober gegen zwei Mitbewerber als Bürgermeisterkandidaten der CSU durch. Josef Gold wurde für die Kreistagsliste vorgeschlagen. 34 Mitglieder von insgesamt 36 anwesenden Mitgliedern stellten sich für die Wahl als Gemeinderatskandidaten zur Verfügung, von denen schließlich 10 gewählt wurden. Durch nachträglichen Beschluss der Vorstandschaft wurde die Zahl der Gemeinderatskandidaten auf 20 erhöht, um dem „Wähler eine größere Auswahl zu bieten“ (Vorsitzender Steger). Das Protokoll vermerkt, dass die Wahl der Gemeinderatsbewerber unter geschickter Regieführung des Landrates Leonhard Deininger erfolgte.

Referenten bei öffentlichen Versammlungen waren im Vorfeld der Wahl u.a. Bundesminister Hermann Höcherl, Landtagsabgeordneter und Landrat Leonhard Deininger.

Die Kommunalwahl am 20. November 1966 brachte für die CSU in Tegernheim ein großartiges Ergebnis. Die CSU-Fraktion mit Bürgermeister Josef Schober und den Gemeinderäten Josef Gold, Andreas Steger, Michael Penzkofer, Karl Beutl und Josef Gantner hatte die absolute Mehrheit erreicht. Auf der Kreistagsliste wurde Josef Gold als zweiter Ersatzvertreter gewählt und rückte 1970 in den Kreistag nach.
 

Josef Gold übernimmt die Führung des Ortsverbandes

Die Ortshauptversammlung am 18. Februar 1967 wählte Josef Gold zum neuen Vorsitzenden des CSU-Ortsverbandes. Mit Michael Penzkofer als Stellvertreter, Franz Bindl als Schriftführer und Karl Beutl als Kassier sowie den Beisitzern Pfarrer Josef Schmid und Eduard Kurka konnte die Arbeit kontinuierlich fortgesetzt werden. Waren die bisherigen Versammlungen weitgehend an politischen Entscheidungen orientiert, begann man jetzt auch in öffentlichen Aufklärungsversammlungen zu Fragen des Lohnsteuerjahresausgleichs, der Einheitsbewertung u.ä. zu informieren. Zudem bereicherten Berichte einzelner Ortsverbandsmitglieder über Versammlungen und Kundgebungen des Kreis- und Bezirksverbandes das Informationsangebot. Der Mitgliederstand konnte im November 1969 auf 55 erhöht werden. Seit dieser Zeit waren auch überregionale politische Mandatsträger in den Reihen des Ortsverbandes. Der Landrat des Landkreises Regensburg Leonhard Deininger hatte seinen Wohnsitz nach Tegernheim verlegt und der junge Abgeordnete Adolf Beck war nach Tegernheim gezogen und wurde Mitglied im Ortsverband.

Bei den Ortshauptversammlungen am 04. Oktober 1968 und am 22. November 1969 wurde die engere Vorstandschaft jeweils bestätigt. Als Beisitzer wurden Pfarrer Franz Listl, Anton Büchler, Josef Gantner und Josef Schober bzw. Günther Hammer, Stephan Dirndorfer, Johann Reitter und Georg Hofer bestimmt.



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