Parteiinterne Wahlen in kurzer Folge
Mit der stolzen Bilanz von 119 Mitgliedern konnte die Ortshauptversammlung am 31. Januar 1981 aufwarten. Der Ortsverband war damit hinsichtlich seiner Mitgliederzahlen an die 5. Stelle im Landkreis gerückt. Die Neuwahlen brachten nur insofern Veränderungen, als Gerhard Haberkorn zum Kassier und Herbert Wittl zum 2. Schriftführer gewählt wurden. Veranlasst durch die vorgezogene Bundestagswahl im März 1983 mussten die parteiinternen Wahlen bereits am 29. November 1982 erneut vorgenommen werden. Die Vorstandschaft wurde einstimmig bestätigt. Frau Marianne Rieger wurde neu zur Beisitzerin gewählt. Weitere zehn Mitglieder fanden den Weg in die Parteiorganisation, womit damit der Mitgliederhöchststand von 129 erreicht wurde.
Kreisvertreterversammlung in Tegernheim und 20jähriges Bestehen des Ortsverbandes
Mit der Durchführung einer Kreisvertreterversammlung am 30. März 1983 in Tegernheim wurde dem Ortsverband eine besondere Auszeichnung zuteil. Bei der Begrüßung der Delegierten würdigte der Kreisvorsitzende Adolf Beck, MdL die Arbeit und den Stellenwert des CSU-Ortsverbandes Tegernheim.
Am 11. November 1983 feiert der Ortsverband unter der Anwesenheit von zahlreichen Ortsvereinen in einer Festveranstaltung sein 20-jähriges Bestehen. Ortsvorsitzender Drummer verwies in seiner Ansprache insbesondere auf das unabdingbare ehrenamtliche Engagement, von dem gerade die Parteiarbeit lebe. Sowohl in der Funktion als Vorstandsmitglied wie auch als Kreisdelegierter habe man eine Verantwortung, die unentgeltlich und auf Kosten der Freizeit ausgeübt werde.
Regierungsverantwortung der CDU/CSU in Bonn als Herausforderung auch für den Ortsverband
Nach 13 Jahren sozial-liberaler Koalition erhielt am 06. März 1983 die CDU/CSU den Auftrag zur Regierungsbildung in Bonn. Dies wirkte sich auch auf die Arbeit des Ortsverbandes aus, von dem erwartet wurde, dass er auf örtlicher Ebene die Vorhaben und Initiativen der neuen Bundesregierung den Bürgern vermittelt.
Das Bundestagswahlergebnis mit 60,3 % gehört mit zu den besten in Tegernheim und lag noch um 0,8 % höher als auf Landesebene.
Überwältigende Erfolge bei den Kommunalwahlen am 18. März 1984
Mit 62,2 % der Stimmen wurde die erfolgreiche und anpackende Politik der CSU-Fraktion und ihres Bürgermeisters Karl Beutl belohnt. Erneut schafften zehn Gemeinderäte der CSU den Sprung in den Gemeinderat. Bürgermeister Beutl konnte sich mit 56,3 % der Stimmen gegen seinen SPD-Herausforderer Helmut Kindl durchsetzen. Neu in den Gemeinderat gewählt wurden Marianne Rieger und Ursula Engl. Sicher erlangte Kreisrat Karl Hofer erneut sein Kreistagsmandat.
Die erfolgreiche Arbeit des Ortsverbandes, insbesondere die guten Wahlergebnisse, aber auch das beständige Aufgreifen von aktuellen politischen Themen und informative Veranstaltungen führten zu einer zufriedenstellenden Bilanz, die der Ortsvorsitzende Drummer auf der Jahreshauptversammlung am 24. März 1985 ziehen konnte. In Anwesenheit des stell. Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe Dr. Dionys Jobst, MdB wurde die Vorstandschaft bestätigt. Kreisrat Karl Hofer und Joachim Merk wurden neu als Beisitzer gewählt. Bedingt durch eine landesweit durchgeführte „Mitgliederbereinigungsaktion“, bei der viele örtliche Mitglieder an den Kreisverband Regensburg-Stadt übergeben werden mussten, verringerte sich die Zahl der Mitglieder auf 123.
Auf Initiative des CSU-Ortsverbandes wurde dem langjährigen Landrat, Landtagsabgeordneten und Senator Leonhard Deininger anlässlich seines 75. Geburtstages am 03. November 1985 die Ehrenbürgerwürde verliehen.
Bestätigung der Führungsmannschaft
Mit jeweils der absoluten Mehrheit der Stimmen schaffte die CSU auch in Tegernheim bei der Landtagswahl am 12. Oktober 1986 (50,27 %) und bei der Bundestagswahl am 25. Januar 1987 (55 %) ein gewohnt gutes Ergebnis. Wie immer bei überregionalen Wahlen hat der Ortsverband einen sicherlich nur kleinen, aber unverzichtbaren Anteil zum Wahlergebnis beigetragen, da nur durch die Positionierung vor Ort die Landespartei in der Fläche wirken kann. Der Beitrag des Ortsverbandes bestand wie in den Wahlen zuvor in der Belieferung der Bevölkerung mit Informationsmaterial, Plakatierung und Abhaltung von Informationsveranstaltungen, bei denen die Kandidaten (Adolf Beck für den Landtag und Benno Zierer für den Bundestag) jeweils Rede und Antwort standen.
Ortsvorsitzender Hans-Georg Drummer beklagte bei der Ortshauptversammlung am 10. April 1987 den nur „mäßigen Besuch“ der Wahlversammlungen. Erstmals machte auch unter dem Eindruck jeweils sinkender Wahlbeteiligungen der Begriff der „Politikverdrossenheit“ die Runde.
Wegen der ungewöhnlich großen Zahl an Todesfällen und dem Wegzug von fünf Mitgliedern sank der Mitgliederstand weiter auf 115 Mitglieder.
Nachdem der Ortsverband Tegernheim jahrelang durch den Landrat a.D. Leonhard Deininger zunächst als CSU-Kreisvorsitzender und dann als Ehrenkreisvorsitzender im Kreisverband vertreten war, erreichte nunmehr zusätzlich auch die FU-Vorsitzende Marianne Rieger einen Sitz in der Vorstandschaft und stärkte damit das Gewicht des CSU-Ortsverbandes auf der Kreisebene.
Nahezu einstimmig wurde die Vorstandschaft des Ortsverbandes wiedergewählt. Mit Hubert Winkler kam erstmals ein Mitglied des neu gegründeten JU-Ortsverbandes als Beisitzer in den Vorstand.
25 Jahre CSU-Ortsverband Tegernheim
Musikalisch umrahmt durch die „Tegernheimer Dorfmusi“ und gekrönt von einem Festreferat des CSU-Kreisvorsitzenden Adolf Beck, MdL zum Thema „25 Jahre CSU-Ortsverband Tegernheim“ feierte der Ortsverband am 09. September 1988 seinen 25jährigen Geburtstag.
In seiner Rückschau verwies Ortsvorsitzender Drummer auf die politischen Informationsveranstaltungen und die neu eingeführten „Dämmerschoppen“, bei denen ohne speziell vorgegebene Themen Mitglieder und Interessierte zu zwanglosen Gesprächen und Meinungsaustausch zusammenkommen.
Wahlmarathon 1989/1990
Insgesamt fünf Wahlen in nur 16 Monaten bestimmten und prägten die Aktivitäten des CSU-Ortsverbandes in den Jahren 1989/1990. Neben der Europawahl am 18. Juli 1989 fand am 18. März 1990 die Kommunalwahl und am 14. Oktober 1990 die Landtags-, sowie zwei Monate später die Bundestagswahl statt. Erforderlich wurde außerdem eine Bürgermeister-Stichwahl am 25. März 1990. Der Ortsverband hatte zudem neben der regulären Ortshauptversammlung zusätzlich eine Aufstellungsversammlung abzuhalten, bei der die Bewerber für den Gemeinderat bestimmt wurden.
Bei der Ortshauptversammlung wurden Christa Anderl und Jürgen Beier neu in die Vorstandschaft gewählt. Die Vorsitzende der FU, Marianne Rieger wurde zur stellvertretenden CSU-Ortsvorsitzenden gewählt.
Ein harter Schlag war – rückblickend für die weitere Entwicklung des Ortsverbandes – der überraschende Austritt von Kreisrat Karl Hofer kurz nach den Neuwahlen im Ortsverband. Offensichtlich unter dem Eindruck eines schlechten Wahlergebnisses bei der Wahl zum Beisitzer in der Vorstandschaft und unter dem Eindruck mangelnder Unterstützung in der Partei gab er das Parteibuch zurück, um nur wenige Wochen später die Freie Wählergemeinschaft zu gründen und selbst als Bürgermeisterkandidat gegen den CSU-Bewerber Karl Beutl anzutreten.
Auch wenn ihm der Erfolg versagt blieb, so schafften doch mit ihm zwei weitere „Freie Wähler“ den Einzug in den Gemeinderat und beschränkten damit den Einfluss der CSU-Fraktion, die damit die absolute Mehrheit verlor.
Für das Amt des Kreistagskandidaten konnte Erika Weigert gewonnen werden, die wie auch in den Folgejahren mit großer Mehrheit in den Kreistag gewählt wurde.
Bei der Aufstellungsversammlung am 21. November 1989 in der Gaststätte „Tegernheimer Keller“ wählten 56 wahlberechtigte Mitglieder Karl Beutl erneut zum Bürgermeisterkandidaten.
Bürgermeister Beutl informierte in seiner Bewerbungsrede über die geplanten oder bereits im Bau befindlichen Projekte wie die Mehrzweckhalle und das Feuerwehrgerätehaus und verwies auf eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1008,70 DM.
Nicht mehr zur Verfügung stellten sich die langjährigen Gemeinderäte Manfred Käufel, Max Wolf und Hanna Sobolewski.
Die Versammlung bestimmte schließlich eine Gemeinderatsliste von 16 Personen, die bei der Kommunalwahl am 18. März 1990 dem Wähler vorgeschlagen werden sollte. Bedingt durch die Bewerbung von drei Kandidaten für das Amt des 1. Bürgermeisters musste Bürgermeister Karl Beutl am 25. März 1990 gegen den SPD-Herausforderer Helmut Kindl in die Stichwahl, die er allerdings mit 1096 gegen 1041 Stimmen für sich entschied.
Die Kommunalwahlen brachten einen Verlust von drei Gemeinderatssitzen für die CSU, die an die FWG fielen, während die SPD ihre bisherige Zahl an Gemeinderäten behielt.
In Prozenten ausgedrückt erzielte die CSU 46,8 % (-15 %), die SPD 35,4 % (-2,4 %) und die FWG 17,8 % der Stimmen.
Die Europa-, die Landtags- und die Bundestagswahl brachte indes in Tegernheim ein Ergebnis, das in etwa dem landeweiten Schnitt entsprach.
Ortsvorsitzender Hans-Georg Drummer berichtete bei seinem Rechenschaftsbericht anlässlich der Jahreshauptversammlung am 27. März 1991 von einem schwierigen Arbeitsumfeld angesichts dreier Fraktionen im Gemeinderat.
Zum ersten Mal in den Vorstand gewählt wurden Franz Pecha, Hanna Sobolewski, Max Wolf und Kreisrätin Erika Weigert.